Kurzfassung Aina Elisabeth Tandberg-Bråthen arbeitete 25 Jahre im Bank- und Versicherungswesen, als sie mit 49 Jahren am 15. November 2013 zusammenbrach: TIA-Verdacht, drei Tage Klinik mit gescheitertem Uhren-Test, danach Zittern, Licht- und Geräuschempfindlichkeit, kaum Kraft, keine messbaren Befunde. Anfang 2014 lernte sie bei der Psychologin Carina Poulsen kognitive Therapie und Achtsamkeit und folgte einem strengen Plan: feste Tageszeiten, Pausen mit Achtsamkeitsmusik, morgendliche Spaziergänge von anfangs 70 Metern bis zu einer Stunde, genau eine Aktivität pro Tag, jeden Abend drei Dankbarkeitsnotizen. Nach der ME-Diagnose durch den Spezialisten Dr. Paul Kavli begleitete sie fast zwei Jahre eine psychomotorische Physiotherapeutin; mit Ein-Minuten-Jogging-Einheiten und positiver Selbstansprache trickste sie ihren Körper zurück ins Laufen. Heute ist sie gesund: Vollzeitarbeit, zweimal pro Woche eine Stunde Gehen, 30 Minuten Joggen ohne nachfolgende Krankheitsphase; gelegentliches Zittern beruhigt sie mit langsamem Atmen.